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Schönstes Buch des Jahres: La vida de las cosas

Die Taschenlampe eines Überlebenden“ ist die Überschrift der ersten von den 50 Geschichten die das Buch „La vida de las cosas“ (Das Leben von den Dingen) vom spanisch-bolivianischen Chronist Alex Ayala beinhaltet. „Die erste Geschichte ist immer etwas Besonderes“, sagt der Autor zu dieser Chronik, in der er zum Teil die Odyssee von Minor Vidal erzählt, als er mit der Taschenlampe die unendliche Dunkelheit im Dschungel erhellen konnte, nachdem das kleine Flugzeug, in dem er flog, abstürzte. Er war der einzige Überlebende der Tragödie und die Taschenlampe blieb als Erinnerung in den Händen von Marco Alberto Montellano, der zu dieser Zeit als Berater des Verteidigungsministeriums die Suchaktion nach dem Flieger und Überlebenden mitorganisierte.
Das Buch
Alex Ayala beschreibt in diesem Buch die alltäglichen Manien und Erlebnisse von Abenteuern, Bohemien und Sammler sowie von Handwerker, Seiltänzern und Rentnern. Erlebnisse die in jedem Fall mit besonderen und eigenartigen Gegenständen zu tun haben. Eine Sammlung von 1.062 Bierdosen oder von mehr als 800 Kuscheltieren, ein Regal voller Accessoires von der weltbekannte Puppe Barbie oder  sind ein paar Beispiele davon.
La vida de las cosas“  wurde 2015 vom bolivianischen Verlag „El Cuervo“ veröffentlicht und Anfang 2016 den Sonderpreis "Schönste Buchproduktion" von der Deutschen UNESCO-Kommission und der Stiftung Buchkunst bekommen.
„Alltägliche Dinge, Fotos und Gebrauchsgegenstände, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens zu einem Baum der Erinnerung ansammelt, bilden das zentrale Thema dieser Veröffentlichung. Das innovative Design des Buches ist geprägt von ausdrucksstarken Schwarzweißaufnahmen, die der Autor wie ein Chronist gesammelt hat und die die Bedeutung der Gegenstände für den Besitzer in den Fokus stellen. Text und Abbildungen bilden eine außerordentlich gelungene Einheit“, so wurde das Buch von der Jury der UNESCO-Kommission bewertet.
Der Preis
Der Preis wird von der Deutschen UNESCO-Kommission und der Stiftung Buchkunst in Kooperation mit dem Einladungsprogramm für Verleger der Frankfurter Buchmesse alle zwei Jahre vergeben. Seit 1991 wird dieser Sonderpreis für ein herausragend gestaltetes Buch aus einem Land mit schwierigen Produktionsbedingungen. Kriterien dafür sind unter anderem das Layout, die Grafik und die Buchverarbeitung. Der Sonderpreis ist mit 1.000 Euro dotiert und soll den Verlag oder Buchkünstler in seiner Arbeit bestätigen und zur Entwicklung der Buchkunst anregen. Der Preis ging zuletzt im Jahr 2012 nach Chile. Der Sonderpreis ist ein Beitrag zur Umsetzung der UNESCO-Konvention zur Vielfalt Kultureller Ausdrucksformen in und durch Deutschland.
Bücher aus folgenden Ländern wurden seit 1991 ausgezeichnet: Kolumbien, Indien, Jamaika, Ägypten, Simbabwe, Lettland, Russland, China, Armenien, Litauen, Weißrussland, Slowakei, Brasilien, Moldawien und Chile.

Der Verlag
El Cuervo ist ein achtjähriger Verlag, der in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Verlage Boliviens geworden ist. Das von Fernando Barrientos geleitete Verlagshaus kann man auch wie eine grundlegende Referenz für das Verständnis und Kenntnis der heutigen bolivianischen Literatur berücksichtigt werden, und ist auch ein gutes Beispiel von unabhängigen und unternehmerischen Einstellungen in der Region.
In der preisgekrönten Produktion des Buches “La vida de las cosas” haben die Designer Leandro Escobar und Paola Bacheler sowie die Fotografen A. Ayala, C. Lombardi, die Familie Galván und J.G. Estellano mitgewirkt.
Der Autor
Alex Ayala Ugarte ist ein gebürtiger Spanier, der aber ein bolivianisches Herz hat. Er war Direktor des Sonntagssupplements der bolivianischen Zeitung „La Razón“, Redakteur der Wochenzeitung „Pulso“ und Gründer von „Pie izquierdo“, die erste bolivianische Zeitschrift zum Thema narratives Journalismus.
Ayala schreibt auch regelmäßig für internationale Medien wie El País, Etiqueta Negra, El Malpensante, Emeequis, Virginia Quaterly Review, Internazionale, Esquire Latinoamérica und Anfibia. 2008 bekam er den Nationalpreis von Journalismus in Bolivien.
Quellen:

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