22 de abril de 2015

Oruro und der höchstgelegene Karneval der Welt



14 Jahre lang habe ich als Tänzerin an dem Karneval von Oruro, meiner Heimatstadt, teilgenommen. 14 Jahre sind aber nichts in Vergleich zu den 30 oder 40 Jahre die viele Generationen aus Oruro tanzen. Jedes Jahr bereiten sich mit Hingabe Enkelkinder, Eltern und Großeltern für den grandiosen Karnevalsumzug von der sogenannten Folklorehauptstadt Boliviens vor, es ist eine Tradition. Und die Stadt bereitet sich für eine Metamorphose vor, denn der Karneval verwandelt ein kleiner und normalerweise ruhiger Ort in einer geräuschvollen und fröhlichen Straßenbühne.

Weltkulturerbe

Der Karneval von Oruro wurde als Immaterielles Weltkulturerbe im Jahre 2001 von UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) erklärt. Darauf sind die Orureños besonders stolz und verteidigen ihre Karnevalsfeier und ihre Bräuche nicht nur in Bolivien, sondern auch in der ganzen Welt. Ein Beispiel davon ist der Karneval der Kulturen in Berlin an dem viele emigrierten Bolivianer jedes Jahr teilnehmen und zeigen traditionelle Tänze Boliviens. 2014 wurde in Berlin der Tanz Tinku bekannt, „eine rituelle Zeremonie aus der vorspanischen Zeit, die zu einer Konfrontation zwischen verschiedenen Gemeinden kommt. Der Kampf bestimmt, welche Gemeinde das Sagen im nächsten Jahr haben wird. Das dabei oftmals vergossene Blut ist nach der andinen Weltanschauung von elementarer symbolischer Bedeutung. Es gilt als Opfergabe für die Mutter Erde und als Bitte um Fruchtbarkeit für eine ertragreiche Ernte“.[1]  

Die kleine Stadt Oruro war zur Zeit der spanischen Kolonie und in den ersten 100 Jahren der Republik eine wohlsituierte Bergbaustadt deren Wirtschaftslage den großen Städten der Welt zu vergleichen war. Oruro befindet sich über mehr als 3,7 Tausend Meter über dem Meerspiegel und aus diesem Grund ist ihrer Karneval auch als die höchstgelegene Karnevalsfeier der Welt bekannt. Die Stadt liegt ungefähr „drei Busstunden südlich von La Paz, und ist mit etwa 265 Tausend Einwohnern (Volkszählung 2012) die fünftgrößte Stadt Boliviens“[2].

Dieses Fest ist eines der wunderschönsten und prächtigsten kulturellen Ausdrücke, die es gibt. Mehr als 100 Tausend Touristen aller Welt, die von der Berühmtheit des Karnevals von Oruro angelockt werden, besuchen jedes Jahr die Stadt. Sie haben dort die Möglichkeit, um ca. 20 Tausend Tänzer und Tänzerinnen, die auf den Straßen bunte Trachten und beeindruckende Masken tragen, zu bewundern.

Der Ursprung

Der Karneval von Oruro ist eine heidnische-religiöse Feier, die im Laufe ihrer Geschichte ihren kulturellen Wurzeln behalten hat.

Es gibt unterschiedlichen Hypothesen, Mythos und Legenden über den Ursprung der Karneval von Oruro, der ungefähr im Jahre 1783 begann. Eine dieser Legenden geht auf die Geschichte eines Räubers names „Chiru Chiru“ zurück, der in einem verlassenen Stollen des Berges Pie de Gallo in Oruro lebte und „bei einem seiner nächtlichen Streifzüge von einem Arbeiter tödlich verletzt worden war. In seiner Sterbestunde wurde der Räuber von einer wohltätigen Jungfrau des Ortes zu seiner Höhle geführt. Am folgenden Tag war die Überraschung der Bergarbeiter der Umgebung groß, als sie die Leiche des Räubers fanden und bei dieser das wundervolle Bild der Jungfrau María, Virgen de la Candelaria oder Virgen del Socavón, die am Kopfende des armseligen Betts des Räubers wachte. [3].
Einige Zeit später erinnerten sich die Bergleute daran, dass der Stollen in dem Berg Pie de Gallo den Namen "Stollen der Jungfrau" (Socavón de la Virgen) trug. In den darauf folgenden Jahren sollte das Fest der Virgen de la Candelaria, deren Jahrestag der 2. Februar ist, mit großem Pomp gefeiert werden. Um die Virgen und Patronin der Bergleute zu ehren, verkleideten die Bergarbeiter sich als Teufel, der Schützer der Bergabeiter.
Zurzeit sind ungefähr 60 folkloristische Tanzgruppen, die zum Ehre der Jungfrau Maria del Socavón tanzen.

Wann und wie fängt der Karneval an?

Der Karneval fängt am ersten Sonntag von November mit der ersten Tanzprobe oder Convite auf Spanisch an, ungefähr drei Monaten vor dem großen Umzug oder Wallfahrt zum Ehren der Jungfrau del Socavón. Zwischen November und Februar kümmern sich die Tanzgruppen um ihre Kostüme und Choreographien. Mehr als 20 Tausend Tänzer und Tänzerinnen, vielen von denen noch Anfänger sind, nehmen an alle Vorbereitungsaktivitäten für den Karneval teil.

In dieser Zeit kann man auf den Straßen Oruros mehrere Tanzproben von den Tanzgruppen anschauen. Die Musik und unterschiedliche Rhythmen erfreuen schon die Fußgänger. Aber nicht nur die Tänzer und Tänzerinnen sind in Bewegung, sondern auch die hunderten von  Handwerker und Handwerkerinnen, die jedes Jahr das Publikum mit ihren originellen und wunderschönen Masken und Stickarbeit überraschen. Diese Handwerker arbeiten Tag und Nacht, um die Kostüme für mehr als 20 Tausend Tänzer und Tänzerinnen fertig zu machen.
Morenada, Diablada, Caporales, Llamerada, Kullawada, Tobas, Negritos de la Saya, Inkas, Suri Sicuris, Antawaras, Pujllay, Tinkus sind u.a. einigen von den Tänzen, die an der Wallfahrt oder Umzug teilnehmen. Jeder Tanz, jedes Kostüm, jede Choreographie und jede Musik hat eine ursprüngliche und kulturelle Bedeutung die dieser Karneval zum Weltkulturerbe gemacht haben.

Diese große Wallfahrt fängt sehr früh am Samstag und dauert bis die ersten Stunden vom kommenden Tag, Sonntag. Mit den schön bestickten Trachten, Kostüme und Masken tanzen die Tanzgruppen auf den Straßen, wo die mehr als 100 Tausend Touristen warten. Die Tanzstrecke hat mindestens 12 km und dauerte ungefähr 8 oder 9 Stunden.
Nach mehreren Tanzstunden, kommen die Tänzer und Tänzerinnen in die Kirche der Jungfrau María del Socavón, wo die große Wallfahr zum Ende geht. Alle Tänzer und Tänzerinnen sind da erschöpft, zufrieden und dankbar, weil sie ihre Wallfahrt zum Ende bringen konnten. Viele von den Tänzer und Tänzerinnen, die zum ersten Mal getanzt haben, versprechen der Jungfrau, drei Jahre hintereinander zu tanzen. Ich habe jedes Jahr vor der Jungfrau María del Socavón nur geweint, das Gefühl, das man da hat, wenn man in die Kirche reinkommt, ist einfach unbeschreiblich.

So feiert man den höchstgelegenen Karneval der Welt, es lohnt sich die kleine Stadt Oruro während dieser Metamorphose zu besuchen.

20 de abril de 2015

La Capilla Sixtina del Altiplano



El altiplano boliviano es una extensa región custodiada por varias cadenas montañosas que le dan un aspecto poco acogedor. Sin embargo el altiplano boliviano es también el celoso guardián de verdaderas obras de arte y joyas culturales que se encuentran resguardadas en pueblos tan pequeños como el de Curahuara de Carangas en el departamento de Oruro. Curahuara de Carangas es una población ubicada a unos 228 kilómetros hacia el Sur de la ciudad de La Paz. Una muestra de esta invaluable herencia histórica dispersa en el altiplano es –sin duda alguna– la llamada Capilla Sixtina del Altiplano, una iglesia cuya construcción data del año 1608.

A Curahuara de Carangas es posible llegar en menos de tres horas desde la ciudad de La Paz. Se viaja por la carretera asfaltada y ahora doble vía que une La Paz y Oruro; al llegar a la población de Patacamaya se gira a la derecha en dirección hacia Chile (Tambo Quemado). “Después de unos 110 km se ve Curahuara de Carangas”[1] y por detrás el impresionante pico Sajama (6542 m), uno de los más elevados de Bolivia.
Curahuara de Carangas “tiene una historia indígena muy rica, fue uno de los señoríos aimaras antes del período de los Incas. Según una leyenda, la batalla final entre aimaras y las tropas de Tupac Inca Yupanqui fue en la Pucara Monterani, una fortaleza en la montaña ubicada a un kilómetro de Curahuara. El Inca declaró su victoria plantando su bastón de oro en la cima de la Pucara. Ese bastón se llamó “kori wara” que fue castellanizado con el nombre de Curahuara (Bastón de Oro)”[2].

Mientras vamos ingresando al pueblito lo primero que asalta nuestra mirada y  que despierta nuestras sonrisas es un letrero pintado sobre una pared que dice “Evo presidente por siempre”. El pueblo es muy pequeño y pronto encontramos la iglesia apostada en una de las esquinas de la plaza principal. La capilla no se encuentra habitualmente abierta, para poder visitarla es necesario buscar al párroco de la iglesia o a las personas encargadas de abrir el santuario. Durante nuestra visita sin embargo, el padre Slawek no se encontraba en la casa parroquial, así fue que recurrimos al sargento Yucra para que nos permitiera visitar la capilla.

Vista desde afuera, la iglesia ofrece un aspecto más bien humilde en el que destaca el color blanco, las paredes de adobe y el techo de paja. Al abrirse las puertas de la capilla se escapa desde dentro el aroma dulzón del tiempo y el incienso. Ni bien entramos en la  nave principal las imágenes y los colores que decoran todas las paredes y el amplio techo de la iglesia comienzan a tomar vida para invitarnos a dar un paseo a través de pasajes bíblicos del antiguo testamento, allí vemos por ejemplo el Juicio Final, el Nacimiento de Jesús, la Última Cena, la Expulsión de Adán y Eva, el Arca de Noé y otros.
“En la nave, en el baptisterio y en la sacristía se encuentra el conjunto más amplio y en parte más antiguo, de pintura mural de toda Bolivia. De ahí viene el nombre de Capilla Sixtina del Altiplano”[3], además porque se considera como una réplica de la capilla del Vaticano. El púlpito data del año 1608 así como dos de los retablos de piedra del dentro del presbiterio. Nada más hace falta mirar hacia el techo para seguir admirando la belleza de la pintura mural con la que se encuentra decorado: se trata de un cielo estrellado en el que destacan las imágenes de los doce apóstoles. “La iglesia está llena de referencias a las creencias prehispánicas”[4]. Especialmente sugerentes son las pinturas de flores, pájaros y ángeles en los que destaca el color rojo, una tonalidad que parece haberse escapado de los cerros que rodean a Curahuara de Carangas.

“La iglesia es considerada por la historiadora boliviana Teresa Gisbert como uno de los catorce monumentos históricos más importantes de la época virreinal. Fue construida en el siglo XVI, al parecer por decisión de la orden de lo Agustinos, quienes en ese entonces cumplían la misión de evangelizar a los indígenas de la región”.[5]

Resulta muy difícil dejar de admirar cada una de las pinturas plasmadas en las paredes de la iglesia, están llenas de detalles atractivos, vívidos y tan elaborados que parecen estar animados y dispuestos a moverse en cualquier momento.
Al salir de la iglesia nuestras pupilas tienen que lidiar nuevamente con el gris del cielo y el blanco de la fachada. El frío se siente y corta la piel de las mejillas sin que uno se dé cuenta. 

Separada de la iglesia y como construcción aparte se encuentra la torre mayor de la Capilla Sixtina del Altiplano, mide aproximadamente 18 metros de alto. Es una edificación de cuatro niveles en cuya cúpula superior todavía se conservan campanas de bronce[6].
Después de casi diez horas de excursión retornamos a la ciudad del Illimani y nos queda el recuerdo de la infinita tranquilidad de Curahuara de Carangas y de los pájaros, las flores y los ángeles que custodian las paredes de la Capilla Sixtina del Altiplano.



[1] Fuente: Schauer, P. Guía turística de iglesias La Paz y Oruro. 2013. Ed. Gisbert y Cía. S.A.
[2] Fuente: Schauer, P. Guía turística de iglesias La Paz y Oruro. 2013. Ed. Gisbert y Cía. S.A.
[3] Fuente: Schauer, P. Guía turística de iglesias La Paz y Oruro. 2013. Ed. Gisbert y Cía. S.A.
[4] Fuente: Schauer, P. Guía turística de iglesias La Paz y Oruro. 2013. Ed. Gisbert y Cía. S.A.




13 de abril de 2015

Las venas y los abrazos de Galeano: recuerdos de la tierra del nunca jamás

Edición del 10 de noviembre de 1994 de Presencia Juvenil
Gabriela Romero, Eduardo Galeano, Ana Rosa López y Andrea Flores
 „Estoy muerto. No pueden hablar con un cadáver. Una entrevista con un muerto no tiene mucha gracia”. Esas fueron sus palabras textuales que sin embargo, no borraron las sonrisas de nuestros labios ni el ímpetu de nuestros jóvenes espíritus de reporteras. Contábamos apenas con 18 años y estábamos frente a uno de los gigantes del pensamiento latinoamericano, un maestro al que habíamos perseguido hasta Potosí en ocasión de la celebración del Intila Quayay, Festival Internacional de la Cultura que, en noviembre de 1994, se llevó a cabo durante el eclipse total de sol. 
 
Antes de ingresar a una de las bocaminas del ahora Cerro Pobre de Potosí
Fue una experiencia única e inolvidable; no solo porque pudimos ver de cerca sus ojos claros y regalarnos con el acento de sus palabras; nos sentíamos profundamente dichosas y afortunadas. Eramos tres jovencitas que por entonces le dedicaban su inspiración a uno de los suplementos juveniles más emblemáticos de la prensa nacional, Presencia Juvenil, separata que desapareció hace 15 años aproximadamente, junto con el diario católico de circulación nacional, Presencia.

Eduardo Galeano junto al exminero Víctor Villanueva
Tomadas de su encantadora presencia y su carisma, nos internamos con él, su esposa, Xabier Albó y el exminero Víctor Villanueva a una de las bocaminas del Cerro Rico de Potosí. “Lo que nos pasa por dejar entrar a las mujeres a las minas, ya nos armaron una rebelión a pocos metros de entrar ella”, comentó sonriente ante el bullicio de nuestras emocionadas intervenciones.  Y cuando la oscura humedad de aquel socavón nos impedía mirar con claridad sus empedrados, Galeno mencionó: “Estamos desorientados, perdidos, no sabemos dónde vamos”. Registramos cada una de sus palabras, cada gesto, cada comentario dentro y fuera de la mina; le hicimos un reportaje a su compañía. No nos concedió una entrevista como la que soñábamos, pero sí contestó a una de nuestras preguntas durante su conferencia en el Auditorio de la Universidad Tomás Frías de Potosí. 
 
Presencia Juvenil: Los jóvenes nos encontramos desorientados ideológicamente hablando, ¿qué cree usted que  podríamos hacer para ser protagonistas de nuestra realidad? 

Eduardo Galeano: Yo no puedo dar una receta. Los jóvenes no pueden esperar que se les herede un sistema, una forma de gobierno y una ideología con qué  orientarse. Son los propios jóvenes quienes tienen que aprender a crear nuevas ideologías. Y yo les pediría un gran favor: ¡Que nunca dejen de cometer la locura de ser jóvenes!

Este mensaje con el que terminó aquella intervención, lo plasmó él mismo en un improvisado pedazo de papel que guardamos cual tesoro de amor.
 
Las vivencias de nuestro viaje a la tierra del nunca jamás se publicaron en “la Juve” el jueves 10 de noviembre de 1994, hace más de 20 años, las fotos que aquí aparecen, se publican hoy por primera vez.
Galeano no se ha ido, los hombres de pensamientos gigantes nunca mueren, no se van, se transforman en venas y abrazos que revivimos con cada uno de sus pensamientos, ya sean éstos romáticos, incendiarios o de rebelión. 

Por estos días muchos repetirán una y otra vez las palabras con las que Galeano nos enmudeció. Me sumaré a quienes recuerden sus abrazos y sus sonrisas. Gracias, Eduardo Galeano, gracias por tanta magia y tanta realidad.

Otras voces y palabras

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