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Mostrando las entradas de 2016

„El Cachudo“, ein Überlebenskünstler

Edmundo Rengel ist ein sehr erfolgreicher Gabelstapler-Unternehmer in El Alto, dessen Leben immer von der Armut bedroht wurde. Seine Geschichte ist aber von Musik und von einer ungewöhnlichen Fähigkeit zu überleben geprägt. Auch wenn sein Schicksal schwarz wie die Nacht aussah, hat er nie aufgegeben.
Als der kleine Edmundo sechs Jahre alt war, sah er einmal seine Mutter in der Küche weinen. Sie kochte und dabei weinte und sang sie. „Mama, warum weinst du?“, fragte er sie. „Weil ich deinen Vater nicht mehr liebe“, antwortete sie. Meine Mutter sang an diesem Tag voller Gefühl und Traurigkeit, erinnert sich Edmundo und er denkt, dass er von ihr die Leidenschaft für die Musik geerbt hat. „Meine Mutter hat immer gesungen und sie machte das gut. In ihrer Verbitterung sang sie peruanische Walzer, jedes Mal voller Gefühl“, erinnert er.
Edmundo Rengel Mejía ist am 16. November 1966 in La Paz geboren. „Ich bin ein 'Chukuta' vom Herzen“ sagt er lächelnd dazu. Dieses Jahr wird er 50 Jahre alt…

Der künstlerische Beitrag aus dem Beni

Beni bietet nicht nur atemberaubende Landschaften, exotische Fauna und Flora und tropisches Klima. Aus Beni kommen auch bedeutende und sehr bekannte Künstler wie Schriftsteller, Geschichtsforscher, Theaterdirektoren und Schauspieler, sowie Musiker und Dichter. Die Auflistung könnte unzählige Blätter umfassen, deshalb haben wir uns auf fünf wichtige Kulturpersönlichkeiten konzentriert, und um ihren talentierten Beitrag zur bolivianischen Kultur zu würdigen, haben wir eine kurze aber intensive Recherche durchgeführt, deren Ergebnisse in den nächsten Zeilen zu lesen ist.   *Luciano Duran Böger war einer der wichtigsten Schriftsteller, Romanautoren, Dichter und Essayisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde in der kleinen Stadt Santa Ana del Yacuma in Beni am 12. November 1904 geboren und starb 1996 in La Paz. Wie eines seiner Enkelkinder uns bestätigte, war seine Mutter - Aurora Böger Rivero- deutsch-schweizer Herkunft. Jedoch war seine poetische Stimme vollkommen vom Beni geprägt: warm, übers…

Schönstes Buch des Jahres: La vida de las cosas

„Die Taschenlampe eines Überlebenden“ ist die Überschrift der ersten von den 50 Geschichten die das Buch „La vida de las cosas“ (Das Leben von den Dingen) vom spanisch-bolivianischen Chronist Alex Ayala beinhaltet. „Die erste Geschichte ist immer etwas Besonderes“, sagt der Autor zu dieser Chronik, in der er zum Teil die Odyssee von Minor Vidal erzählt, als er mit der Taschenlampe die unendliche Dunkelheit im Dschungel erhellen konnte, nachdem das kleine Flugzeug, in dem er flog, abstürzte. Er war der einzige Überlebende der Tragödie und die Taschenlampe blieb als Erinnerung in den Händen von Marco Alberto Montellano, der zu dieser Zeit als Berater des Verteidigungsministeriums die Suchaktion nach dem Flieger und Überlebenden mitorganisierte. Das Buch Alex Ayala beschreibt in diesem Buch die alltäglichen Manien und Erlebnisse von Abenteuern, Bohemien und Sammler sowie von Handwerker, Seiltänzern und Rentnern. Erlebnisse die in jedem Fall mit besonderen und eigenartigen Gegenständen zu …

Fliegende “Cholitas” in El Alto

Mariela ist 29 Jahre alt, sie arbeitet normalerweise als Krankenschwester und ist Mutter von einem Mädchen. Wie jede andere Mama, versucht Mariela täglich, das Beste für ihre Tochter zu schaffen und das bedeutet auch, sonntags auf dem Ring zu stehen, um zu kämpfen. So gehört Mariela, eigentlich als Benita, die Unberührbare bekannt, zu den bolivianischen „Cholitas Luchadoras“ (kämpfende Cholitas), die seit 2002 eine sehr unterhaltsame und gut besuchte Wrestling-Show in einer Sporthalle von El Alto liefern. Neben Benita, die Unberührbare ringen auch Warita, die Süße, Juanita, die Zärtliche, Yolanda, die Liebliche, Carmen Rosa, die Meisterin und eine ganze Reihe von anderen Kämpferinnen, die in traditionellen Aymara-Trachten gekleidet kämpfen, bestehend aus mehrschichtigen feinen und modischen Röcken, "Polleras" auf Spanisch, steifen und teuren Hüten, bunten und schicken Schuhe, geflochtenen Zöpfen, auffälligem Schmuck, Make-up und bestickten Schals oder „Mantas“. Für das Freis…